Das Kindertheaterstück "Der Kondor und die Kinder" spielt in einem Andendorf vor der spanischen Kolonisierung. Die Bewohnerinnen und Bewohner möchten ein Sonnenfest feiern. Die Kinder des Dorfes überlegen, was sie zum Gelingen des Festes beitragen können. In diesem Moment kommt ein majestätischer Kondor und bringt den Kindern drei Dinge: Teller und Becher für das Fest sowie einen Sack mit runden, braunen Knollen, die die Kinder nicht kennen. Der Kondor verschwindet so schnell wieder, wie er gekommen war.
Die Kinder stehen vor einem Rätsel. Warum hat der Kondor ihnen diese unbekannten Knollen geschenkt? Sie machen sich auf den anstrengenden und abenteuerlichen Weg auf den höchsten Berggipfel der Umgebung, um den Kondor wiederzufinden und ihn zu fragen, was sie mit den Knollen anfangen sollen...
Hintergrund
Die Kartoffel gehört seit Jahrhunderten zu den Grundnahrungsmitteln in Mitteleuropa. Sie stammt ursprünglich aus dem Andenraum, von wo aus sie durch die Spanier nach Europa gelangte. In Deutschland führte Friedrich der Große die Kartoffel mittels seiner sogenannten "Kartoffelbefehle" ein, um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung zu verbessern.
Das Theaterstück "Der Kondor und die Kinder" macht den Zuschauenden die Herkunft dieses so wichtigen Alltagslebensmittels bewusst und entführt sie in eine andere Welt: die indigene Kultur in den Anden.
"Der Kondor und die Kinder" ist eine phantastische Geschichte, eine moderne Legende, die geschichtliches und kulturelles Wissen auf unterhaltsame und spannende Weise vermittelt.
In Peru und seinen Nachbarländern gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kartoffelsorten; einige sind lila, braun, gelb, rosa oder rötlich.